David van der Post

In David van der Posts Malerei stellt sich die Frage nach der Verbindung zwischen der Abbildung und seiner zum Sujet gewordenen Wirklichkeit. Während seine Landschaften aus der Entfernung wie fotografiert erscheinen, wirken sie bei näherem hinsehen in Bewegung, als ob der Beobachter, vielleicht in einem Zug sitzend, an der Landschaft vorbeirauscht. Die Formen und Farben verfremdet durch das Auge des Abstand erzeugenden imaginären Objektivs, wird der Betrachter auf eine Reise in das Bild geschickt. Kommen in seiner UFO-Serie Motive von unbekannten Flugobjekten ins Landschafts-Bild, wird die Landschaft sinnlich erfahrbar in der Negation durch das transzendentale Element des unwirklichen UFOs und somit Wirklichkeit.

Neben der Wahl des Motivs spielt in David van der Posts Arbeiten die Zeit eine wesentliche Rolle. Sind bereits seine Landschafts- und UFO-Gemälde kontemplative Abbildungen von Langsamkeit, bleibt in seinen Raketen-Bildern die Zeit stehen. Das was innerhalb von Tausendsteln einer Sekunde passiert, wird mittels der Übertragung auf den Bildträger gedehnt in die Ewigkeit. Der Betrachter weiss weder, was vorher passiert ist, noch weiss er was später passieren wird.

Was bleibt ist ein Moment der Schönheit.

Vita

* 1972 in Kevelaer am Niederrhein
Ausbildung zum Glas- und Porzellanmaler an der Glasfachschule in Rheinbach, Berufstätigkeit als Glasmaler in Münster und in Taunusstein bei Wiesbaden, danach Akademie für gestaltende Handwerke Aachen, seit 2002 Malerateliers in Köln und Freiburg.
Er lebt und arbeitet in Freiburg.

cargocollective.com/davidvanderpost

Arbeiten in öffentlichen Sammlungen

Regierungspräsidium Freiburg

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